ORTEN, D–KARLSDORF-NEUTHARD
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| In 20 Sekunden offen: Schwenkwand-Aufbau |
Automatischer Schwenkwand-Aufbau
Die Technik der Schwenkwand-Aufbauten wird vor allem dafür genutzt, um auf den Längsseiten des Aufbaus besonders schnell Zugriff zur Ladefläche zu bekommen. In der Regel besteht die Schwenk-Seite aus einer nach unten zu klappenden Bordwand, die in dieser Drehbewegung die obere Wand mittels Seil-, Ketten-, Schub- und Zahnstangen-Verbindung über oder unter das Dach faltet. Infolge der Tendenz zu immer niedrigeren Ladeflächen werden die Bordwände aber stetig leichter, so dass der Bedienungsaufwand für den Fahrer größer wird.
Eine Lösung besteht darin, die Seitenwand hydraulisch (entweder mittels Hydrostat-Antrieb oder Hydraulikzylinder) über das Dach zu heben, wobei es die mittels Scharnieren längs klappbare Wand und die Version mit einteiliger starrer Wand gibt.
Zur letztgenannten Bauart gehört das neue Schwenkwand-System von Orten (DE 102006053523 B3): Die Seitenwand wird auf dem Aufbaudach an Schwenkhebeln geführt, die selbst in der Längsmitte des Dachs gelagert sind. Da zwischen Seitenwand und Hebel ein Scharnier vorgesehen ist, schwenkt die Wand mit relativ geringer (im Vergleich zu starren Anbindungen) seitlicher Auslenkung auf das Dach. Als Antrieb fungiert ein Linearmotor (oder ein Spindelgetriebe), der über einen Kniehebel auf den Schwenkarm wirkt und so die Schwenkbewegung auf etwa 170 Grad in Ruhestellung bringt. Die gegenüberliegende Seitenwand wird anschließend mit der gleichen Mechanik, aber etwas veränderten Hebelverhältnissen, auf das bereits oben liegende Seitenfeld gedreht.
Der Vorteil dieses Systems ist zunächst der elektrische Antrieb, der die übliche Hydraulik-Zusatzausrüstung überflüssig macht und zugleich die Arbeit des Fahrers reduziert. Zudem erfordert eine ungeteilte Seitenwand weniger Aufwand zur Gewährleistung der Festigkeit nach EN 12642. Eine Bedienung von Verschlussmechaniken ist nicht erforderlich, da die Wand alle Gegenhalter (in Bodenhöhe und an den Ecksäulen) selbst anfährt. Als weitere Optimierung kommen leichte GFK-Wabenpaneelen als Wandmaterial zum Einsatz.

