SCHMITZ CARGOBULL, D-ALTENBERGE

schmitz_cargobull
Eigene Produktion: Trailer-
Achse von Schmitz Cargobull

Eigene Trailer-Achse

Als Fahrwerk werden begrifflich die Komponenten verstanden, die vom Tragrahmen des Fahrzeugs ausgehend diesen mit den Rädern verbinden. Diese Komponenten sind vor allem Feder- (Achs-)bock, Federschwinge (Kastenlenker) und die Achse samt Bremse. In der Regel konstruieren und bauen die Trailer-Hersteller die von ihnen verwendeten Fahrwerke nicht selbst. Sie beziehen sie von den Achsenherstellern, die in Europa wiederum meistens die Fahrwerke komplett liefern.

Schmitz Cargobull hat zunächst – vor etwa 12 Jahren – eine eigene Luftfeder-Achsbock-Anordnung („Rotos“) mit einer bestimmten Achseinbindung entwickelt, die wiederum für Achsrohre mit rundem und quadratischem Querschnitt ausgelegt ist. Das weist darauf hin, dass Achsen von verschiedenen Herstellern montiert werden können. Dieses Fahrwerk wurde zugleich ausgelegt für mehrere Fahrhöhen (MRH = multi ride hight). Die nächste Entwicklung ist dann die eigene Achskonstruktion. Nachdem das Konzept für eine Rohrachse (ohne Achsstummel) nicht weiter verfolgt wird, geht die Entwicklung hin zu einem konventionellen Achs-Rundrohr mit einer selbst entwickelten Zangen-Trägerplatte für die Scheibenbremse, einem Bremsscheiben-Achsflansch-Konzept mit Kühlrippen ringsum unterhalb der Radbolzen.
Anfangs sind die Achsrohre noch Zulieferteile, inzwischen werden sie in Altenberge direkt neben der Fahrwerksmontage im Reibschweißverfahren hergestellt. Während der Entwicklungen hat Schmitz Cargobull sich einige Erfindungen durch Gebrauchsmuster und Patente schützen lassen. Unter anderem gehören dazu:
• DE 202005018329 U1 – Achskappe
• DE 29624626 U1 – Luftgefedertes Fahrwerk-Achssystem
• DE 20213950 U1 – Radflansch
• DE 102004004670 A1 – Bremsträger
• DE 202004018820 U1 – Luftfederbock
• DE 19946802 C2 – Achssystem
• DE 102004054939 B4 – Luftfederbock mit Lagerbohrungen
• DE 102006041751 A1 – Fahrwerksmontagevorrichtung
Die Schmitz-Cargobull-Achse hat seit dem Serienstart Ende 2004 bis heute einen hausinternen Marktanteil von 55 Prozent erreicht, 130.000 Achsen wurden bisher produziert, zurzeit sind es 480 Stück pro Tag.


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