FAHRZEUGWERK BERNARD KRONE, D-WERLTE

Bedieneinheit für Schlitten-Containerchassis

In den Anfängen des Straßentransports mit ISO-Containern nutzte man für fast jede Containerlänge ein besonderes Sattelfahrgestell. Wollte man zum Beispiel einen 20-ft.-Container auf einem 40-ft.-Chassis transportieren, so ging das ab einem bestimmten Gewichtsniveau nur dann, wenn der Container mittig auf der Gesamtlänge des Fahrgestells gelagert wurde. Damit sind aber die Hecktüren des Containers zum Be- und Entladen nicht zugänglich; es sei denn, man verlegt im Heck des 40-ft.-Chassis Abdeckplatten. Das bedeutet wiederum, rund drei Meter Plateaulänge zwischen Laderampe und Heck überfahren zu müssen – ein Sicherheitsrisiko für Staplerfahrer.

Ein weiteres Kriterium ist die Antriebsachslast der Zugmaschine bei den verschiedenen Positionen der Container. Eine frühe Lösung war, auf dem Fahrgestell einen auf Rollen gelagerten separaten Schlitten mit den Befestigungspunkten für einen 20-ft.-Container zu montieren. Dieser Schlitten konnte aus der Mittelposition zum Heck (zur Beladung) und wieder in die Mittelposition verfahren werden. Als Antriebsaggregat diente der Fahrer (Zahnstange-Zahnrad-Kurbel-Antrieb), Elektromotoren oder Pneumatikzylinder.
Eine zweite Lösung bestand darin, das Fahrgestell in zwei Segmente zu unterteilen: ein vorderes Traggestell, das gegenüber einem hinteren Fahrgestell längs verschiebbar angeordnet wurde. Der Vorteil war, dass das Verschieben einfach mit der Zugmaschine erfolgen konnte, während das Fahrgestell separat in Bremsstellung stand.
In der Zwischenzeit sind noch weitere Funktionen für ein multifunktionelles (für verschiedene Containerlängen geeignetes) Containerchassis entwickelt worden. Aus Gründen der Lastverteilung gibt es teleskopierbare Heckträger hinter dem Achsaggregat sowie teleskopierbare Frontträger, um 45-ft.- Container im 13,6 m-Limit der EG-Richtlinie 96/53 fahren zu können. Damit wird die Bedienung eines derartig komplex ausgestatteten Fahrgestells recht aufwändig. Bisher vorgestellte Schlittenchassis besitzen bereits automatisierte Funktionen wie zum Beispiel das selbständige Verbolzen von Teleskopen.
Das Konzept beim neuen Schlittenchassis von Krone besteht darin, den Fahrer bei den Einstellarbeiten der Fahrgestelllänge zu entlasten. Nach Vorwahl einer Containerlänge muss nur noch das vordere Chassissegment mit der Zugmaschine verfahren werden. Alle Verriegelungen arbeiten hingegen automatisch „auf Knopfdruck“, auch die Teleskope für den Front- und den Heckausschub. Lediglich die passende Einstellung der Drehzapfenverschlüsse und die Wahl der Verriegelung am vorderen Träger ist noch Fahrerarbeit.

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