M & V, D-JAHNSDORF
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| Kühlaggregat an Bord: multifunktionelles Container- chassis |
Etwa 60 Millionen Tonnen Kühlgut werden jährlich mit ISO-Isoliercontainern transportiert. Die Tendenz ist steigend, was an der seit 1999 wachsenden Zunahme der Containerproduktion in diesem Segment festzustellen ist. In der Kühltechnik für diese Boxen wird entweder das „porthole“-Verfahren (Kühlanlage im Schiff installiert, an Land wird dann ein Kühlgerät an der Stirnwand angekuppelt) oder das „integral“-Konzept (Kühlgerät fest am Container installiert) praktiziert. Das letztere Verfahren hat sich inzwischen durchgesetzt.
Für den Betrieb im Straßentransport benötigen die Kühlgeräte in jedem Fall eine Stromversorgung. Die wird mit so genannten „gensets“ gewährleistet, wobei ein kleiner Dieselmotor einen 15-kW-Generator antreibt. Diese Stromaggregate werden entweder an der Stirnwand des Containers oder unter dem Containerfahrgestell montiert. Das Problem hierbei ist, dass sich europäische Containerchassis von denen der übrigen Welt stark unterscheiden. Das liegt daran, dass bei uns sehr viele multifunktionelle Chassis gefragt sind und diese mit verschiedenen Fahrwerkskonzepten realisiert werden.
Für M & V bestand die Aufgabe darin, ein Generatorset an dem multifunktionellen Chassis Euro 902 zu installieren. Das Fahrgestell zeichnet sich dadurch aus, dass es nicht mit einem Zentral-Kastenträger ausgerüstet ist, sondern je ein zweisträngiges Teleskop vor und hinter dem Achsaggregat besitzt. Das ist beim Einbau der Anlage von Vorteil, denn wegen der Höhe der Aggregate (803 mm) braucht man den Raum zwischen den Längsträgern, um nicht zu tief zu montieren. Im Resultat erhält man so ein Containerfahrgestell, das neben den überwiegenden Trockenfracht-Containern auch die Spezialität Kühlkoffer transportieren kann.

