CONTINENTAL, D-HANNOVER

continentalReifendruck-Überwachung

Schon lange gehört die Kontrolle des Reifendrucks beim LKW nicht mehr zum Leistungskatalog bei Inspektionen. Man geht zu Recht davon aus, dass der Druck häufiger kontrolliert werden müsse als bei Intervallen von 90.000 bis 120.000 Kilometern. Am Trailer wird zum Beispiel die Kontrolle des Reifendrucks alle 14 Tage empfohlen (siehe Betriebsanleitung Schmitz Cargobull: Sattelkoffer in: S.KO-MAN-DE-144-1906 s.215).

Die Frage ist, wie diese Kontrolle optimiert werden könnte. Aus den USA sind aktive Systeme bekannt, bei denen eine besondere Pumpe Druck bereithält, wobei die Zuleitung zum Reifenventil durch Achsrohr und Nabe über ein besonderes Drehlager erfolgt. In der überwiegenden Mehrheit sind passive Systeme entwickelt worden, die lediglich den Druck messen und über Funkstrecken oder CAN-Verbindungen Abweichungen in die Fahrerkabine oder zu besonderen, am Trailer fest montierten Auswertegeräten übermitteln. Bisher war die Positionierung nicht immer praktisch für den Nutzer, etwa die exponierte Stellung des Sensors am Reifenventil (insbesondere bei Felgen der Einpresstiefe 120) oder die Platzierung am Felgenhorn innen, was besondere Vorsicht bei der Reifenmontage erfordert.
Die Innovation von Continental (Intelligent Tyre System) besteht darin, die Sensorik in den Reifen einzubauen. Erläutert wird das so: „In jedem Reifen wird mittig in die Krone ein Gummicontainer geklebt, in den anschließend mit einer Montagehilfe ein Sensor eingelassen wird. Am Trailer wird außerdem ein Empfänger am Rahmen befestigt, der an die Versorgungsspannung angeschlossen wird. Die empfangenen Dateien können nun über eine Trailer-Telematik (nicht Bestandteil des Systems) zu einer Zentral-Stelle übertragen werden oder dem Fahrer mittels Display visualisiert werden. Zum Display gelangen die Daten über CAN-Bus.“
Einzelheiten zu dem Projekt sind schriftlich fixiert in den Patentschriften: WO 2005-72995 und -72995 sowie –77681).

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