THERMO KING, B-DIEGEM
Kühlmaschinen-Baureihe SLXDie erste selbständig funktionierende Kühlmaschine zur Verwendung in LKW-Aufbauten und Waggons wurde 1939 von Frederic M. Jones und Joseph A. Numero in den USA im Jahre 1939 zum Patent (2,303,857) angemeldet. Beide waren Teilhaber der US Thermo Control Company, heute bekannt als Thermo King.
Die Anforderungen an derartige Anlagen sind heute extrem hoch: Die Verbrennungsmotoren für den Antrieb der Verdichter müssen zunehmend strengere Umweltschutz-Auflagen erfüllen (zum Beispiel 97/68 EG), und die Kundschaft verlangt zugleich immer höhere Kühlleistung, abnehmenden Energieeinsatz und geringeren Wartungsaufwand. Und aufgrund der EG-Richtlinien 85/3 und 96/53 muss bei Sattelkoffern, die 13,6 m Außenlänge haben, die Kühlmaschine im „Stirnstrahl“ von 2,06 m eingebaut sein.
Das heißt: Die höchstzulässige Tiefe der Maschine darf höchstens 460 mm betragen. Die technischen Anstrengungen, um derartig hoch gesteckte Ziele auf kleinem Bauraum zu erreichen, betreffen praktisch alle Komponenten des Systems.
Im Vergleich zum Vorgänger-Typ SL konnte Thermo King bei der 2007 vorgestellten Baureihe SLX den Kraftstoffverbrauch um bis zu 20 Prozent senken. Der Ausstoß von Stickoxiden und Nicht-Methan-Kohlenwasserstoffen reduzierte sich von 8,5 auf 5,8 und g/kW/h liegt damit deutlich unter der für 2007 von der EU festgelegten Grenzwerten. Die Feinstaubemissionen dürfen seit dem vergangenen Jahr bei 0,6 g/kW/h liegen, der Antrieb der SL-Aggregate erreichte bereits 0,45, die SLX-Motoren kommen auf 0,27 g/kW/h. Auch die Schallemissionen konnten im Vergleich zum Vorgänger um bis zu 60 Prozent gesenkt werden.
