SCHMITZ CARGOBULL, D-HORSTMAR

schmitz_cargobull
Europas Straßen in der
Simulation: Prüfanlage
für Trailer
Testanlage für Trailer und Komponenten

Um Fahrzeuge in kürzester Frist auf Verwindungssteifigkeit, Vibrationsfestigkeit, Torsion und Materialschwächen zu prüfen, verwendet die Automobilindustrie Hydropulsanlagen. Auf vier bis acht Hydraulikstempeln werden unter Einsatz von hohem Druck (bis 280 bar) und einem Volumenstrom von etwa 600 Litern pro Minute (Daten einer 4-Stempel-PKW-Prüfanlage) Prüfzyklen gefahren. Man unterscheidet dabei standardisierte Impulse, die rechnerisch festgelegt werden und so genannte „drive-files“, das sind im Fahrbetrieb ermittelte Beanspruchungen.

Der Vorteil dieser Anlagen ist, dass sie den Lebenslauf eines Fahrzeugs in sehr kurzer Frist simulieren können. Dadurch lassen sich die Qualitäten und die Mängel einer Konstruktion sehr viel schneller ermitteln, als das im Feldversuch möglich wäre.
Schmitz Cargobull besitzt jetzt eine 7-Stempel-Prüfanlage, wobei sechs für die Dreiachs-Aggregate erforderlich sind und der siebte für die Bewegungen an der Sattelplatte. Neben der Komplettfahrzeug-Prüfung wurde eine zweite für Komponenten aufgebaut. Die „Validation Center“ getaufte zehn-Millionen-Euro-Investition besitzt zudem einen Rollenprüfstand, einen 20-t-Hubtisch, um mit schweren Gabelstaplern die Bodenbelastbarkeit prüfen zu können, und eine EN 12642 Aufbaufestigkeits-Prüfanlage. Hinzu kommen sechs Werkstatt-Stellplätze und eine Fünf-Säulen-Fahrzeughebebühne. Mit dieser Investition will das Unternehmen die Prüfzyklen drastisch verkürzen und auch bei Fahrzeugkomponenten schnell zu sicheren Ergebnissen bezüglich der Haltbarkeit kommen.

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