ARIPIPE BAUREGGER GMBH, A-WALLERN

rollplanen_wickelsystemRollplanen-Wickelsystem

Verschiedene nationale Verkehrsgesetze verlangen von Fahrzeugbetreibern und Fahrern, dafür zu sorgen, dass keine Ladungsteile während der Fahrt vom Ladungsbehälter herabfallen können. Über die Größe der Ladungsteile wird in der Regel nichts ausgesagt. Damit gilt diese Vorschrift im Prinzip auch für ein Sandkorn oder einen Kieselstein. Die jüngste EU-Vorschrift (Best Practice Guidelines on Cargo Securing for Road Transport, Brüssel 2006 S. 89) bestimmt: „The load compartment should be covered if there is a risk of part of the load falling or being blown from the top of the vehicle ... Materials such as dry sand, ash, and metal turning swarf are particularly suspectible to being blown off and should always be covered by a suitable sheet.”

Die technischen Lösungen, um oben offene Kastenwagen (vor allem Kipper und Schubbodenfahrzeuge) abzudecken, sind sehr verschieden. Neben Schiebeverdecken und Rollos (beweglich in Längsrichtung) gibt es Scherenverdecke (beweglich zu den Seiten) jeweils mit Antrieben durch Muskelkraft, elektrisch, pneumatisch und hydraulisch. Die meisten offenen Kastenwagen in Europa werden, wenn überhaupt, mit Rollplanen ausgestattet. Die Plane wird an einer Längsseite am Obergurt des Kastens fest verankert. Die Rollplane ist auf der gegenüberliegenden Seite längs an einem Rohr oder Rechteckprofil befestigt und wird zum Öffnen zur festen Seite hin aufgewickelt. Damit die Wickelwelle sich auf den bis zu 13,6 m langen Aufbauten nicht durchbiegt, sind je nach Aufbaulänge ein bis drei Querspriegel zur Unterstützung erforderlich. Das Auf- und Abwickeln ist nur möglich, wenn der Bediener auf der Arbeitsplattform an der Stirnwand stehend, mit einer Aufsteck-Handkurbel die Wickelwelle betätigt. Diese Tätigkeit ist wegen der Höhe der Arbeitsstelle (Arbeitsplattform an der Stirnwand) und deren oft geringen Tiefe (maximal 400 mm bei Sattelanhängern mit 1.600 mm Länge vor dem Königszapfen) nicht sehr arbeitssicher. Das Wickeln der Plane erfordert bei tiefen Temperaturen beträchtliche Handkraft. Die Erfindung von Bauregger besteht darin, die Wickelwelle mit einem Elektromotor anzutreiben. Die Führung des An­triebs­aggregates erfolgt auf einer Schiene, die an der Stirnwand quer zur Fahrtrichtung montiert ist. Um die ungleichmäßige Wicklung der Plane zu kompensieren, wird der Elektromotor auf der Schiene in einem abgefederten „Fahrwerk“ geführt. Der Vorteil für den Bediener ist: Er kann diese Funktion steuern, ohne auf die Arbeitsbühne zu klettern. Das Fixieren der ausgelegten Plane auf der Losend-Seite erfolgt wie üblich mit den Zurrgurten.


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