HALDEX EUROPE, F-STRASSBURG

haldexRampen-Anfahrhilfe

Die technischen Möglichkeiten, Schäden am Heck eines Aufbaus beim Andocken zu vermeiden, sind sehr unterschiedlich. Sie reichen von massiven starren Stahl- und Gummiprofilen, beide Versionen auch horizontal federnd gelagert, bis hin zu Ultraschall-Sensorik mit autonomer Bremsen-Ansteuerung. Zu der letzten Gruppe gehört das System „Soft-Docking“ von Haldex. Die Anlage ist in Erst- und Nachrüstung zu kombinieren mit allen Versionen des elektronischen Trailer-Bremssystems Haldex EB+. Ältere Versionen des EBS-Modulators bekommen lediglich sein Software-Update aufgespielt, neuere besitzen das bereits, es muss nur parametriert werden.

Die Installation beinhaltet zwei LED-Seitenmarkierungsleuchten, zwei Ultraschall-Sensoren, einen Rückfahr-Warnsummer sowie die Verkabelung für den Strom- und den EBS-Anschluss. Eine Leuchtdioden-Fehlercode-Anzeige der Sensorik findet sich im Verteilerkasten der Anlage.
Die Signalisierung beginnt etwa drei Meter vor der Rampe und wird in drei Stufen intensiviert. Das selbständige Einbremsen durch die EBS-Anlage erfolgt in Abhängigkeit von Ladungsgewicht, Geschwindigkeit und rund einen Meter Entfernung von der Rampe. Damit ist gewährleistet, dass der Fahrer, auch wenn er die Lichtsignale der Markierungsleuchten übersieht, die Nähe zur Rampe registriert. Er kann – nach zwei Sekunden Dauer der Bremsung – weiter zur Rampe fahren.
Das System entbindet den Fahrer natürlich nicht von der Aufgabe, sich die konstruktiven Einzelheiten der Rampe vor dem Andocken näher anzusehen. Allerdings nehmen die heute fast durchweg üblichen automatisch-mechanischen Getriebe mit Zwei-Pedal-Technik dem Fahrer einen „Sensor“, mit dem er früher Fahrtwiderstände beim Rangieren erkennen konnte: das Kupplungspedal.

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