VBK COVERING, NL-DEURNE
Abdecksystem für Abrollcontainer
Die Abrollcontainer nach DIN 30722 werden in der Regel als „offener Kasten“ in Betrieb genommen, das heißt, sie besitzen meist keine feste Abdeckung der Dachseite. Stattdessen wird in der Praxis versucht, diese Container mit Planen oder Netzen abzudecken. Dies erfordert bei hohen Containern sehr viel Handarbeit des Fahrers, dazu oft auf absturzgefährdenden Höhen. Bereits vor über 20 Jahren war dieses Thema Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchung (Henken, Kliem, Kirchner: Aufbauten von Lastkraftwagen, Gefährdungsanalyse. Bundesanstalt für Arbeitsschutz. Dortmund 1986), ohne dass später in Europa praktische Lösungen bekannt geworden wären. In den USA werden Abdecksysteme (tarpaulin systems) seit Jahren hergestellt, die oft mit Hilfe eines elektrisch angetriebenen U-Bügels Netze über den offenen Kasten auf- und abrollen können.
Die dort üblichen Techniken sind meist nicht in Europa verwendbar, weil diese Bügel seitlich über den Behälter reichen und als Planensystem nicht zur Außenbreite gerechnet werden.
Die Erfindung von VBK besteht darin, ein System zu schaffen, das Abdeckplanen und -netze so auf Abrollbehältern platziert, dass alle Arbeiten des Fahrers von der Straße aus möglich sind und dies, während der Behälter auf dem Fahrzeug steht. Zu diesem Zweck wurde ein Schwenkarm entwickelt, der im Fahrbetrieb waagerecht neben dem Hilfsrahmen des Hakenabrollers gelagert wird. Zum Aufbringen der Plane wird der Container so weit auf den Rahmen gezogen, dass sich das Drehlager des Schwenkarms auf halber Behälterlänge befindet. Dann wird der Schwenkarm aus seiner Parkposition teleskopiert, damit er seitlich am Behälter vorbei gedreht werden kann. Nun wird ein Aluminiumrohr, auf das die Plane aufgewickelt ist, an der Spitze des Arms mit dem dort platzierten Drehmotor gekuppelt. Der Schwenkarm wird jetzt zur vorderen Stirnseite des Behälters hochgedreht, und das vordere Ende der Plane wird abgewickelt. Der Fahrer kann jetzt die Plane vorn am Behälter fixieren. Der Schwenkarm dreht dann nach hinten über das Heck des Behälters, während sich die Plane abwickelt. Durch Veränderung der Abwickelgeschwindigkeit zur Winkelgeschwindigkeit kann hierbei das Planenmaterial gespannt werden. Anschließend wird die Plane auf den Hecktüren verriegelt, die Alu-Wickelwelle abgebaut und der Schwenkarm in die Ruhelage zurückgestellt. Weil die Welle breiter ist als der Aufbau, können entsprechend breite Planen oder Netze verwendet werden, die dann mit Zurrgummis auf Zughaken an den Seiten gespannt werden. Als letzte Operation bleibt das Vorziehen des Behälters in die Fahrposition oder das Überschieben auf einen Anhänger.Die Vorteile der Anlage sind der enorme Gewinn an Arbeitssicherheit, die Schnelligkeit im Vergleich zum Ausbreiten der Abdeckungen von Hand und die Anpassbarkeit an jedes Abrollsystem bis vorläufig etwa 40 m3 Muldenvolumen (ein teleskopierbarer Schwenkarm für größere Behälterlängen ist in Arbeit). Die Anlage besitzt eine Patentanmeldung in den Niederlanden: NL1032225C.
